Archiv für den Monat April 2009

wenn ford das kann, wer dann nicht?

die ueberschrift ist freilich etwas ueberzogen, denn anders als die automobil companeros GM oder Chrysler hat Ford bisher noch keine staatlichen hilfen in anspruch nehmen muessen und scheint sich auch sonst recht gelenk aus der krisenaffaere zu ziehen.

klar, die headline koennte dem spiegel entstammen – oder sie fußt auf einer mindestens latenten skepsis gegenueber diesen molochartigen konzernen und deren faehigkeit, disruptionenneue trends entsprechend furehzeitig und damit gestaltend zu absorbieren. dabei haben doch gerade diese organisationen kraft ihrer (finanz)starken marken besondere chancen, themenzentrierte kommunikation entlang ihrer assets zu steuern und zu gestalten. doch dies nebenbei.

was mich in letzter zeit sehr positiv beeindruckt hat ist, wer mag es erahnen? ford. ford ist ja speziell in der twittersphaere und auch allg. im social web dank ihres „head of social media“ scott monty schon zu bemerkenswertem ruhm gelangt. zurecht wie ich meine und meine, dass es bspw. dieses interview beweist. blabla und dampf moegen hingegen boese zungen spucken. es ist dies aber bei ford nicht nur lippenbekenntnis, sondern tatsaechlich unternehmensstrategische (neu)orientierung. das hat schon dieses interview, dass scott vor einiger zeit mit fox fuehrte deutlich gemacht.

zugegeben. auch dies ist erstmal nur gerede. doch den worten folgen taten. und hier nicht nur geniale experience sites wie die fuer den neuen mustang. und was ford fuer die markteinfuehrung (2010) des neuen fiesta unternimmt, ist gelinde gesagt bemerkenswert. ford. hasardeur oder revolutionaer. wie auch immer man es nennen moechte, es ist ein husarenritt. ein bewundernswerter.

worum geht es?

tatsaechlich um nicht viel weniger als eine disruption. denn ford lagert das marketing fuer diese markteinfuehrung weitestgehend an amateure aus und setzt in erster linie auf user generated content. crowdsourcing im ganz großen stil und sollte dies funktionieren, dann koennte ford, den markt tatsaechlich sehr umfassend umgekrempelt haben. jason baer trifft die 12 fabelhaft, wenn er eben konstatiert:

This isn’t a Skittles experiment with putting Twitter on the home page, or even Vitamin Water driving TV commercial viewers to their Facebook page. This is something else. Bigger. Riskier.

246t mitarbeiter und 172 mrd. usd umsatz. das ist ford, riese und legende. und derzeit im sturm der krise sicherlich nicht praedestiniert fuer experiement. moechte man meinen, denn es passiert.

die kampagne.

aus ca. 4000 bewerbern waehlte ford 100 „agents“ fuer die kampagne fiesta movement aus, die offenbar – und hier zeigt sich fords kompetenz in puncto social media marketing wieder – vor allem die social media marketing assets glaubwuerdigkeit und reichweite mitzubringen hatten. oder wie es scott monty selbst in einer email mit jason baer ausdrueckt:

(Scott Monty): This was an extremely complex process to manage – not only did we have a lot of great videos to choose from, but we also wanted to have people that were influential in their own social networks, geographically dispersed, split between male & female, some automotive enthusiasts, etc. Oh, and then there were the background checks… It made for an intense screening and selection process.

The creators will already have a built-in audience, but beyond that, we’re posting their content across a variety of our platforms (Facebook, Twitter, Flickr and YouTube), as well as aggregating them on http://www.fiestamovement.com and http://www.thefordstory.com. Between all of those, we should see lot of the different cohorts consuming the content.

das ist klar, denn schließlich haengt von diesen 100 jungs und maedels einiges ab, denn diese werden in den naechsten monaten (6 insgesamt) mit einem fiesta ausgestattet und sind angehalten ueber ihre erfahrungen und erlebnisse zu berichten. zudem gibt es monatliche missionen, die dem ganzen zusaetzlich noch einen wieder kehrenden event-charakter einhauchen koennten und so das interesse und die spannung ueber die kampagnenzeit hochhalten. das allerdings haengt natuerlich von der art der missionen ab, start ist der 3. mai.

ein verrueckte geschichte. solide umgesetzt.

was bleibt, ist abzuwarten. die aktion selbst, ihre inhalte, wie/ob ford einfluss auf seine eingekauften social influencer nimmt, etc. und schließlich und am wichtigsten natuerlich, wie die einfuehrung in 2010 ablaufen wird.

es ist in jedem fall eine sehr spannende angelegenheit, die hoffentlich auch andere inspirieren wird,  mehr in diese neuen moeglichkeiten zu investieren, mehr zu experimentieren, mehr zu tun.

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ibm-studie zum enterpunternehmen der zukunft im kreativen chaos

via change-management-blog bin ich auf die IBM-studie „the future of the enterprise“ gestoßen. die befragung von 1000 CEOs weltweit sowie „statistical and financial analysis“ bringt IBM zum schluss, dass das unternehmen der zukunft

  • hungry for change
  • innovative beyond customer imagination
  • globally integrated
  • disruptive by nature
  • genuine, not just generous

das klingt wunderbar; eine welt des taeglichen abenteuers und der permanenten wachsamkeit wartet auf uns. ein bißchen wie damals als wir noch angst haben mussten, dass kein saebelzahntiger uns im ruecken sitzt, sich heranpirschend, uns nach dem leckeren fleisch trachtend..

ist natuerlich auch anstrengend. allein die frage muss gestattet sein, was denn mit all den disruptions passiert, der permanenten marktneugestaltung.. wer nimmt diese an, wird es keine masse mehr geben? nurmehr nischen, in denen sich wohlfeile passionistas um ihre warmen markenfeuer zusammenkuscheln? sicherlich moeglich. moeglicherweise sogar wahrscheinlich. nur: das waere dann auch das ende von molochorganisationen wie siemens, GE oder… eben auch IBM. schwer vorstellbar, dass diese organisationen (mitsamt ihrer probleme durch groeße) mit solcherart entwicklungen mithalten koennen.

oder steuern wir ins permanente chaos wie es das anbeigestellte zitat von roger logue, chairman und CEO von state street, vermuten laesst. er erwartet – branchengemaeß

“Simply put, we want significant share in markets growing faster than others, which for us is more than 25 percent.“

das nun ist hoffentlich nicht alles, was das „enterprise of the future“ charakterisiert, denn sonst wird das abenteuer schnell zur barbarei. einem ewigen wachstums- und renditenomadentum ohne konstanz, konsequenz und (man schlage mich fuer das wort) nachhaltigkeit. obgleich dies freilich diskussion ist, weniger these. dazu weiter auch ein sehr lesenswerter harvard business blog post „the new reality: constant disruption“, der eine welt des permanenten wandels, ja, im prinzip des permanenten chaos – ohne oder mit kaum gleichgewichten aufziehen sieht.

a rapidly evolving digital infrastructure and public policy shifts favoring freer movement -defines a world of constant change

davon abgesehen fehlt mir persoenlich ein wenig die kritische betrachtung des ganzen. gut, es ist eine ibm-studie, die wohl nicht zuletzt mit einem bestimmten ziel vor augen durchgefuehrt und kommentiert wurde, aber so sehr der kreative chaos implizit gefeiert wird, so unachtsam waere es, eben konstanz und berechenbarkeit als basis fuer reputation und glaubwuerdigkeit diesem anheim zu geben, aufzugeben. „disruptive by nature“ (fast schon ein widerspruch in sich) seien sie,d.h.

„The Enterprise of the Future radically challenges its business model, disrupting the basis of competition. It shifts the value proposition, overturns traditional delivery approaches and, as soon as opportunities arise, reinvents itself and its entire industry“

so radikal gesehen gibt das das unternehmen spaetestens langfristig eine wichtigen, vielleicht die wichtigste geschaeftsgrundlage auf.

was aber mehr und mehr anzukommen scheint in der weiten welt des business ist die erkenntnis, dass erfolg zunehmend auf  der integration bzw. der anerkennung einiger grundlegender prinzipien des social web fußen koennte. ibm nennt es generousity, andere nennen es anders. aber worum es geht, ist eben das prinzip sozial aufzugreifen und im ureigensten und ernsthaftesten sinne zu verfolgen.

prost gemeinde.

anbei die studie, futuremaeßig embedded.

chilli & kaffee oder die tech-avantgarde im irak

wie gutes chilli mit kaffee runterzuspuelen.

erst merkwuerdig. so aehlich empfand ich die nachricht heute, dass google, twitter, meetup.com, howcast, at&t und einige andere tech-firmen auf geheiß der us-regierung  unterwegs in bagdad sind, um… ja, was zu machen.. wahrscheinlich lawrencevonarabienesk 1001 nacht in puncto telco zu consulten/analyzen/leveragen (so aehnlich heißts mit sicherheit). oder wie es @jack (mitgruender twitter) zwitschert „Nothing specific. We want to listen to figure out what works and what’s needed“. etwas konkreter wird @heif, dafuer vermutlich von W’s redenschreiber assistiert: „can’t wait to hear how iraqis might embrace potential of the people’s internet in a 21st century democracy..that’s why we’re here“.

** update **

mittlerweile ist auch eine offizielle pressemitteilung des state departments veroeffentlicht.

During their visit to Iraq, they will provide conceptual input as well as ideas on how new technologies can be used to build local capacity, foster greater transparency and accountability, build upon anti-corruption efforts, promote critical thinking in the classroom, scale-up civil society, and further empower local entities and individuals by providing the tools for network building.

zweifelsohne spannend. dennoch hat die einleitung seine berechtigung, denn da gibt es doch etwas, einen leicht saeurlich, bis widerlichen beigeschmack. mal abgesehen davon, dass die live-bericht durch @jack, @heif und@rar646 teils wie ein stueck surreales kasperletheater der EBS wirken und mit solchenoder solchentweets oder solcherlei flickr-shows eher den anschein einer klassenfahrt erwecken.

es ist ja auch ein schoenes bild; da treffen sich die freundlichen, bunten buchstaben und das putzige voegelchen im irak, um dort ein wenig zu spielen – und nebenbei ordentlich business zu machen. unabsichtlich quasi.

die schoene und neue, vor allem aber bunte welt der tech-firmen wirkt oft so freundlich und arglos, dass vergessen wird, dass es auch hier letztlich nur um viel kohle geht – auch wenn das motte „dont be evil“ lautet. ob es nun google ist, dass allein schon durch seine omnipotenz skeptisch stimmen sollte oder das vergleichsweise winzige „growth-monster“ twitter, oder der ikonische apfel.. letztlich leben diese unternehmen (vllt. mit abstrichen bei letzerem) nur durch uns user, also unsere informationen, unseren input, unser habenwollen. das mit diesem asset auch leicht unfug getrieben werden kann oder dinge passieren, die uns vielleicht nicht gefallen, das scheinen wir allzuoft auszublenden.

wenn die zukunft des vernetzten krieges (newsweek via readwriteweb) schon jetzt auf dem und durch das iphone stattfindet, dann braucht es wenig vorstellungsvermoegen, um sich auszumalen, was dienste wie twitter oder meetup dort (mindestens auch) zu suchen haben. schon jetzt waere passives und gruppenorientiertes  instant-messaging mit spaeßen wie geotargeting u.ae. sicherlich bestens fuer die haeuserkampfkommunikation geeignet.. das allerdings ist sicherlich nicht das ende der fahnenstange.

ich will das nicht per se verteufeln, aber darueber nachdenken sollte man schon. denn wo wir dann auch schnell dabei sein koennten, quasi als stiller aktivposten kann beispielsweise hier sehen, bei den unembedded jorunalists.

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himmelherrgott – YOU blew it

eben durch eine ausgabe der tvmovie geblaettert, mich anfangs gefreut ueber eine praegnante zusammenstellung der quotenentwicklung bei tv-newsformaten, dann durch den artikel das einfaeltig-durchschaubare geschreibsel jaeh enttaeuscht und wieder auf den boden der tatsachen zurueck geholt worden.

erst einmal die quotenentwicklung (2004 zu 2008 im segment 14-49).

  • ard tagesschau: -25,5% (1,41 mio zu 1,05 mio)
  • rtl aktuell: -9,3% (1,61 zu 1,46)
  • zdf heute: -32,8% (0,67 zu 0,45)
  • rtl2 news: -24,4 (0,82 zu 0,62)
  • sat1 nachrichten: -29,4 (0,92 zu 0,65)
  • pro7 newstime: -35,2 (1,05 zu 0,68)

das waere ja an sich eine ganz vernuenftige zusammenstellung (wenngleich quellen fehlen und mir die zahlen teils etwas merkwuerdig vorkommen, aber sei es wie es dargestellt ist). was aber sehr sauer aufstoeßt ist der nebenan stehende artikel („nachrichten in der krise“), der wiedermal versucht, mit affigen spitzen gegen ein nebuloeses, aber ganz sicher unheilvolles „online etc.“ anzukaempfen… das natuerlich in bekannter manier dieser ewig gestrigen klammerer. diejenigen, die der eine don zurecht pudel nennt und denen der andere don zurecht ahnungslosigkeit vorwirft, eben wahlweise durch gezielte desinformation oder schlichte bloedheit, durch verbreitung von angst oder traditionshuddelei.

geradezu emblemartig wird dort im fernsehmagazin dann auch zitiert, naemlich „ein mann, ders wissen muss“; naemlich peter kloeppel, der mit nur einem satz eine derartig debile melange aus unwissenheit, unfaehigkeit, fehleinschaetzung und ignoranz daherunkt, dass steffen simon sicher frohlockend durch die sonne tanzt. sowas schafft sonst nur er beim fußball.

„professioneller nachrichtenjournalismus hat einen deutlichen qualitaetsvorsprung gegenueber web-diensten wie z.b. twitter“e

und dieser qualitaetsvorsprung, der die newsformate vor dem tode retten soll, liege – so die scheinbare kernaussage – eben in der kompetenz, das publikum „gezielt durch das unuebersichtliche infodickicht zu fuehren“. schade, dass ganz genau das eben in den newsformaten nicht geschieht. da wird entweder boulevardesk bagatellisiert, dem politischen wetter gefroent, neusprech versucht oder sich gleich wild fuer marketingzwecke prostituiert. eine vernuenftige integration des „infodickicht“, also eine wirklich ernsthafte integration des web findet kaum statt. da versucht jeder sein eigenes sueppchen zu kochen und vor lauter halbherziger wuerzerei wird verpasst wie ein feinkostladen nach dem anderen außen herum oeffnet und das publikum eben dorthin rennt, wo es die feinsten stuecke gibt.

das siechtum der alten medien ist – aus aktuellem anlass mit blick auf print mal wieder vortrefflich zusammengefasst von jeff jarvis – eben hausgemacht. yeah, you blew it.

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aphoristisch anmutende alltaeglichkeiten #3

folge 3 bringt nur 2.

1) vom eyeborg zum cyborg

der new scientist berichtet von rob spence, kanadischer filmemacher, der androiden ersatz fuer sein fehlendes auge gefunden hat: eine voll funktionsfaehige kamera, die seine optik permanent auf einen computer uebertraegt. als kleines gimmick gabs dazu noch die original terminator-led. hasta la vista mal anders.

2) leisure web surfing als boost fuer die arbeitsproduktivitaet

affig fand ichs schon immer und nun bestaetigen wissenschaftler der uni melbourne, dass es auch kontraproduktiv ist. ich spreche vom versuch, mitarbeitern das internet zu sperren. laut einer studie steigert das surfen im netz waehrend der arbeitszeit die produktivitaet derselben um bis zu 20%. gruende sind u.a., dass die virtuelle miniauszeit weniger zeit frisst als eine pause in der wirklichen welt. ob das momentum inspiration via web in die studie uach eingeflossen ist weiß ich nicht, aber es waere gleich ein weiterer interessanter gegenstand.

3) herr, meine herren

angesichts dieses reichskristallinen videos fuer ehe gegen gleichgeschlechtliche partnerschaften und ehen wuerde goebbels einen freudentanz auffuehren.

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ob friendfeed nicht locker und leicht twitter ueberlebt?

michael arrington von techcrunch sieht friendfeedin danger of becoming the coolest app no one uses„..  truth be told – wenn ich mir so ansehe wie bspw. ich selbst oder mein bekanntenkreis friendfeed nutzt bzw. eben nicht nutzt. der livestream duempelt da eher als aggregator hin anstatt tatsaechlich ein punkt aktiver produktion zu sein. was ff von twitter da scheidet ist die prominente platzierung eines textfeldes – ein punkt, der durch die neueste renovierung freilich relativiert wird.

tja und waehrend twitter einen baumstamm nach dem anderen gen horizont scheint ffs entwicklung eher dem pfahlsitzen zu gleichen; oder wie es michael arrington zusammenfasst

it seems the talking heads are pushing their Twitter account as their online identity. That kind of mainstream attention is driving users by the boatload. Meanwhile, competitor FriendFeed, despite a continuous stream of innovative new features, is languishing. It has just 637,000 monthly uniques according to Comscore, or about 6.4% of Twitter’s flow

At the end of the day, this wonderful company may tire of swimming upstream and go for an easy exit

am ende des tages koennte es aber auch so sein, dass ff feixend vom pfahl steigt und die zerborstenen staemme einsammelt und daraus ein schoenes haus baut. wenn ich mir so ansehe wie twitter seine website da mit hanebuechenen werbeversuchen und anderem tand verschandelt oder welche verrenkungen das geschaeftsmodell erfordert dann denke ich manchmal an laika,  die huendin, die per rakete ins all geschickt wurde und damit das erste lebewesen im orbit war. ein immenser entwicklungssprung zwar, fuer laika letztendlich aber wenig mehr als nichts. denn die huendin starb im rahmen dieser kapriolen.

wenn es ff also schafft leise, locker und leicht weiter zu innovieren so wird es mit ein wenig glueck einiges, vieles vom twitter erfolg abgraben koennen. moeglicherweise.

prost laika.

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der web trichter

der webueberflieger twitter nimmt ganz offensichtlich zunehmend kontakt zu ground control auf und erfaehrt mehr und mehr fundierung. twitter ist eben irgendwie cool und irgendwie nuetzlich und irgendwie der hit, aber man hatte doch oft das ungut gefuehl, dass es vielleicht doch nur ein hypethema sein koennte. amuesant dargestellt ist dies auch hier bei twouble with twitter.

wie dem auch sei, mittlerweile ist der dienst nicht nur stark finanziert, sondern hat wohl auch bald mal ein geschaeftsmodell.

entsprechend  kursieren auch mehr und mehr mehr oder weniger harte daten so dass sich langsam konturen im nebuloesen gutelaunebuzz abzeichnen. nun sind bspw. die zahlen der vor kurzem durchgefuehrten deutschen twitterumfrage (n = 2779) veroeffentlicht und skizziert twitter als reichweitenstarkes nischenphaenomen der „eliten“ (gott, was fuer ein bescheuertes wort). kerneigenschaft des mediums ist fuer mich die schnelligkeit (interessant auch: 2/3 der teilnehmer taten dies innerhalb der 1. 24 std. – das ganze ging ja um wie ein lauffeuer im twitter-raum)

  • twitter-user sind durchschnittlich 32 jahre, maennlich, gebildet und aktive gestalter der webwelt
  • reichweitenstark, da viele menschen mit guten multiplikatorenpotenzial twittern (50% sind im bereich medien/kommunikation taetig und 25% unternehmer oder fuehrungskraefte)
  • zudem scheinen twitter-user arg waehlerisch zu sein bei der auswahl ihrer informationskanaele. das profilbild aber auch die qualitaet der tweets sind wichtige kriterien der entscheildung follow ja/nein.

twitter scheint sich also tatsaechlich mehr und mehr zu einem wichtigen trichter des web zu entwickeln. d.h. natuerlich auch, dass diesen zu gestalten aus kommunikationssicht gold wert sein kann und zunehmend kritische bedingung ist.

passend dazu die heutige meldung des guardian, zukuenftig nurmehr via twitter zu publizieren und somit das einzige twitter-only newsmedium werden zu wollen. freilich, aprilscherz, aber so abwegig ist die idee nicht…

wir werden sehen.