ibm-studie zum enterpunternehmen der zukunft im kreativen chaos

via change-management-blog bin ich auf die IBM-studie „the future of the enterprise“ gestoßen. die befragung von 1000 CEOs weltweit sowie „statistical and financial analysis“ bringt IBM zum schluss, dass das unternehmen der zukunft

  • hungry for change
  • innovative beyond customer imagination
  • globally integrated
  • disruptive by nature
  • genuine, not just generous

das klingt wunderbar; eine welt des taeglichen abenteuers und der permanenten wachsamkeit wartet auf uns. ein bißchen wie damals als wir noch angst haben mussten, dass kein saebelzahntiger uns im ruecken sitzt, sich heranpirschend, uns nach dem leckeren fleisch trachtend..

ist natuerlich auch anstrengend. allein die frage muss gestattet sein, was denn mit all den disruptions passiert, der permanenten marktneugestaltung.. wer nimmt diese an, wird es keine masse mehr geben? nurmehr nischen, in denen sich wohlfeile passionistas um ihre warmen markenfeuer zusammenkuscheln? sicherlich moeglich. moeglicherweise sogar wahrscheinlich. nur: das waere dann auch das ende von molochorganisationen wie siemens, GE oder… eben auch IBM. schwer vorstellbar, dass diese organisationen (mitsamt ihrer probleme durch groeße) mit solcherart entwicklungen mithalten koennen.

oder steuern wir ins permanente chaos wie es das anbeigestellte zitat von roger logue, chairman und CEO von state street, vermuten laesst. er erwartet – branchengemaeß

“Simply put, we want significant share in markets growing faster than others, which for us is more than 25 percent.“

das nun ist hoffentlich nicht alles, was das „enterprise of the future“ charakterisiert, denn sonst wird das abenteuer schnell zur barbarei. einem ewigen wachstums- und renditenomadentum ohne konstanz, konsequenz und (man schlage mich fuer das wort) nachhaltigkeit. obgleich dies freilich diskussion ist, weniger these. dazu weiter auch ein sehr lesenswerter harvard business blog post „the new reality: constant disruption“, der eine welt des permanenten wandels, ja, im prinzip des permanenten chaos – ohne oder mit kaum gleichgewichten aufziehen sieht.

a rapidly evolving digital infrastructure and public policy shifts favoring freer movement -defines a world of constant change

davon abgesehen fehlt mir persoenlich ein wenig die kritische betrachtung des ganzen. gut, es ist eine ibm-studie, die wohl nicht zuletzt mit einem bestimmten ziel vor augen durchgefuehrt und kommentiert wurde, aber so sehr der kreative chaos implizit gefeiert wird, so unachtsam waere es, eben konstanz und berechenbarkeit als basis fuer reputation und glaubwuerdigkeit diesem anheim zu geben, aufzugeben. „disruptive by nature“ (fast schon ein widerspruch in sich) seien sie,d.h.

„The Enterprise of the Future radically challenges its business model, disrupting the basis of competition. It shifts the value proposition, overturns traditional delivery approaches and, as soon as opportunities arise, reinvents itself and its entire industry“

so radikal gesehen gibt das das unternehmen spaetestens langfristig eine wichtigen, vielleicht die wichtigste geschaeftsgrundlage auf.

was aber mehr und mehr anzukommen scheint in der weiten welt des business ist die erkenntnis, dass erfolg zunehmend auf  der integration bzw. der anerkennung einiger grundlegender prinzipien des social web fußen koennte. ibm nennt es generousity, andere nennen es anders. aber worum es geht, ist eben das prinzip sozial aufzugreifen und im ureigensten und ernsthaftesten sinne zu verfolgen.

prost gemeinde.

anbei die studie, futuremaeßig embedded.

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