Archiv für den Monat Mai 2009

interaktion in der halbwelt – augmented reality uebernimmt

fuer mich eine der massiven upcoming technologien fuer soziales, interaktives marketing: augmented reality, also das zusammenspiel von virtueller und realer welt.prinzipiell das gleich wie die story mit dem keyboard und ploetzlich wundersamerweise erscheinenden zeichen auf dem bildschirm. nur eben doch ein klein wenig fresher. in letzter zeit sind mir einige teile ueber den weg gelaufen und – so billig es eigentlich auch sein mag – hat es mir doch die socken ausgezogen, dass ich ein stueck bedrucktes papier in die webcam halte und mein monitor ein 3d modell des neuen nissan 370z erscheinen laesst.

dies eine technische spielerei, die momentan sicherlich noch mindestens den aha-effekt mitzunehmen vermag, doch das potenzial des ganzen bei weitem nicht ausschoepft. cooler da schon das, was mini auf die beine stellte. naemlich diese technologie in die welt zu tragen und mit einer guten, griffigen idee zu verbinden.

den launch des neuen cabrios auf diesem wege zu vollziehen ließe sich schon fast als eine gewisse sozialisierung der marke verstehen. gut, zumindest laesst es sich so positionieren und ganz gewiss kann man die kampagne mindestens als anbiederung mit dem asphalt verstehen.

augmented reality gepaart mit der sozialen idee ist mit sicherheit eine absolute knockout-kombo. richer interaction – koennte man sagen. indem man also das prinzip interaktion zu grunde legt und dem adressaten zusaetzlich noch das interaktionserlebnis derart verschoenert, dass es spiel & traum gleichzeitig wird, schafft man dem benutzer/konsumenten eine „branded“ halbwelt, in der die marke vehikel individueller ideen wird. tags: spiel-, entdeckungs-, wasweißichwasnochtrieb. groeßer gehts wohl nicht.

eminem (wieso laesst sich vimeo nicht einbinden) geht mit seiner competition im rahmen der relapse-veroeffentlichung da schon einen guten schritt in die richtige richtung, wenngleich da sicherlich noch ordentlich raum fuer mehr komplexitaet und moeglichkeiten ist… die gallerie zeigt dies. das ist durchaus erbaermlich. aber die ersten schritte sind die schwersten und hier wird AR eben nicht nur als technologie verstanden, sondern tatsaechlich als rich tool, um die nutzererfahrung zu verbessern und damit den marketing-effekt zu steigern. chapeau!

ich sehe jetzt schon online autorennen 1on1, monsterkaempfe, personalisierte modenschaun usw usf.

da geht einiges mehr als schlichte produktpraesentationen, zum beispiel rattenkoepfe. dazu noch eine interessante kleine firmenpraesentationsdoku – aus dem jahr 07

cheers

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hasardeure muessen her

eine ebenso schoene wie findige wie ideenreiche praesentation zu gegenwart und zukunft des mobilen web von john pettengill, information architect bei razorfish, ny. basis ist die erkenntnis,

the mobile web deserves unique functionality, but instead it’s just a watered down version of the internet proper.

dazu werden einige trends, best practices und ideen skizziert und in grandioser weise dargestellt. absolut wertvoll. viel spaß.

interaktion und kontext bringen inspiration und relevanz. das ist das alpha und omega der strategischen, der zielorientierten kommunikation. digital wie annodazumal. sehr passend eine aktuelle greystripe-studie, das iphone apps mal ein weniger naeher beleuchtet.

im puncto „engagement“ geht da einiges: das durchschnittliche iphone-app beschaeftigt den user demnach 9,6 mins pro session und das ganze 19,9 mal waehrend seines lebenszyklus. knapp die haelfte (46%) der befragten beschaeftigen sich mehr als 5 mal mit einem app. 

es scheint also als gaeben die user ihren apps (noch) eine gewisse zeit, um zu ueberzeugen. zusaetzlich sind sie interaktivem marketing aeußerst aufgeschlossen: 80% ziehen es in erwaegung ein werbeunterstuetztes app bzw. spiel auszuprobieren. wir koennten ja, aber der kunde ist so ignorant.. das zieht nicht. 65% der von greystripe befragten iphone-benutzer wuerden ja gerne, doch koennen nicht.

Some 65% of Greystripe’s iPhone users say they would interact more with an ad if it were an interactive ad

freilich und zugegeben. wir sprechen bei dieser datenbasis wohl nicht ganz vom absoluten durchschnitt, sondern eher heavyusern (68% der befragten sitzen 20 oder mehr std. die woche vorm rechner oder um noch einen vllt. ganz interessanten fakt, der die technikversiertheit unterstreicht, zu nennen: 50% schauen filme vornehmlich ueber tivo…). allerdings vergeben sich hinter dieser datenbasis viel weniger eine ausrede fuer beschissene werbung und bescheuertes marketing, sondern zum einen stecken dort die meinungsfuehrer, die das verhalten unserer zielgruppe aktuell veraendert, zum anderen finden wir dort eben auch diejenigen „passionistas“, die enthusiasten, die marken und produkte ueberdurchschnittlich haeufig und vor allem glaubwuerdig kommunizieren (im guten wie im schlechten).

die konturen sind laengst gezeichnet, nun nimmt auch die fuellfarbe an intensitaet zu. das potenzial ist immens, sprechen wir hier doch auch von einer recht liquiden (42% der von greystripe befragten verdienen $78k oder mehr, 15% gar $165k oder mehr) und gebildeten (84% „some college or more“, 53% mind. B.A.) zielgruppe. eine zielgruppe jedoch, die aeußerst anspruchsvoll ist, die nicht enttaeuscht werden darf, denn sonst droht sofort boese mundpropaganda. eine zielgruppe, die mehr denn je wert auf interaktion legt und dazu eben radikal neue medien verwendet. eine comscore-studie zum mobilen internetverhalten zeigte, dass insbesondere die junge zielgruppe (13-34; greystripe userbasis besteht zu 70% aus 18-44 jaehrigen) das mobile web in erster linie fuer soziale aktivitaeten nutzt. (kleiner disclaimer hier: comscore bezieht sich auf europa, greystripe fokussiert usa. gleichwohl).

es bleibt. mut wird belohnt und wer hier wagemuetig, mit frischen und großen ideen hereinspaziert, der hat groeßte erfolgsaussichten. oder: be better, wie es meine neuen companeros ausdruecken. als kleines abschlussschmankerl noch dieses huebsche dinge: step forward.

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