mit dem ruecken zur wand der partei ins eigene bein geballert

bullshit

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unfassbar. mein erster gedanke nach der lektuere dieses debilen demenzgewitters. matthias güldner, seines zeichens fraktionsvorsitzender der bremer grünen, erfindet irrsinn neu und diskreditiert nicht nur sich selbst, sondern auch die partei in seinem artikel mit dem affigen titel „Zur unerträglichen Leichtigkeit des Internets“ massiv. eine beispiellose vergewaltigung der tastatur muss da stattgefunden haben. kostprobe?

Wer Ego-Shooter für Unterhaltung, Facebook für reales Leben, wer Twitter für reale Politik hält, scheint davon auszugehen, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert.

mir ein raetsel, wie man soviel inkompetenz, ignoranz und ahnungslosigkeit in einen satz packen kann… beeindruckend. worum es in dem geschreibsel gehen kann wird jedem sofort klar sein, mueßig dagegen zu argumentieren, mueßig, den schmarrn naeher zusammenzufassen.

die reaktionen freilich sind eindeutig: parteiaustritt(e), andere bleiben schweren herzens, doch angefressen dabei. fuer viele ist die partei damit unwaehlbar und die  entsprechende facebook-gruppe zeigt einigermaßen ernstzunehmendes wachstum. die gruenen selbst distanzieren sich von derartigem gewaesch. knapp 2 std. nachdem der „artikel“ erschien, aeußerte man sich entsprechend.

wie kann es zu solch einer irren tirade kommen? wie kann es sein, dass ein franktionsvorsitzender einer partei, die schon als neue fdp gehandelt wurde, weil diese es nicht schafft, traditionelle kernthemen vernuenftig zu beackern und v.a. aufs blut zu verteidigen. wie kann es sein, dass ein fraktionsvorsitzender einer partei, die schon vor einem jahr mit einer kampagne gegen vorratsdatenspeicherung aktiv in die richtige richtung wurde? hat er das nicht mitbekommen? ist er dagegen, dass der staat sich zunehmend auf kosten der freiheit breit macht?

ist es nur der mammonsruf eines geschaeftsmanns? nun, gueldners beratervertrag mit save the children, uk, deren geschaeftsmodell kinderschutz (und damit auch webfilter) ist, ist nun hinlaenglich bekannt.

oder liegt die sache vielleicht etwas anders? geht es hier vielleicht vielmehr um (freilich voellig selbstzerstoererische) parteistrategie. man kann fast nur hoffen, dass gueldner sich als gehetzter sieht, mit dem ruecken zur wand zu einem brachialkonter ansetzen wollte, „themen besetzen“, die en vogue zu sein scheinen, wo die gruenen aber scheinbar ueber keine ordentliche positionierung verfuegen.

wie dem auch sei. gueldner hat mit diesem amoklauf, die gruenen nachhaltig? beschaedigt. er hat maßlos inkonsistenzen offengelegt. dass die gruenen fuer werte auf die straße gingen, nicht nur friedlich, nicht nur legal, all das scheint ein gueldner nicht mitbekommen zu haben, ihn scheint es auch nicht zu interessieren, interessiert ihn doch ganz offenbar nur wenig, fernab vom tor des monats.

ich bin enttaeuscht, dass die gruenen einen solchen nicht nur beheimaten, sondern in bremen auch noch aufs schild heben. ich bin ueberrascht von soviel inkompetenz. und jetzt bin ich raus.

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