Archiv der Kategorie: duweisst

Mistigern

Vor mir liegt dieser Zettel. Drauf sind Kreise. Wissenbescheid.

Eigentlich ist einer ganz schön, der kommt fast als Ring, als goldner daher. Durch den könnte ich springen. Wahrscheinlich sogar halbwegs elegant. Ich fände mich recht klever, würd mich kaum verbrennen, würd vermutlich sogar bei recht kleveren Leuten landen. Mit dem entspannenden Gefühl legerer Überlegenheit im Magenbereich.

Aber dann, aber dann. Wie Werner Böhm sagen würde.
Dem guten Bauchgefühl folgen sodann die Flatulenzen.

Am Ende des Satzes ein Scheißgefühl, das den Pelz runter rast.

 

Wenns richtig dicke kommt, da kannst du dich dann nicht mal mehr in den Arsch beißen. Keine Chance, weil du lockerlässig auf einem Podest gelandet bist. Tigerstuhl quasi. Stillsitzen. Oder Stock.

Und dann stinkts richtig.

Auf den Punkt: das Kreuzchen bei der PARTEI der intellektuellen Überlegenheit kriecht quasi umgehend zu DER Partei postdemokratischen Überfliegens.

Systemfehler. Weckt den Tiger in mir.

bedarf nach verschwendung war gestern

2010 wird klamm & bucklig. dies prophezeit die w&v der marketingbranche im neuen jahr. die konjunktursignaelchen seien schlichtweg zu schwach. deswegen heißt es weiterhin (peter wuertenberger von axel springer wird zitiert):

Der Bedarf an zielgenauen, effizienten, performancebasierten Kampagnen nimmt zu

eine bemerkenswert schwachsinnige aussage, die einem insbesondere im wettkampf ‚alter‘ und ’neuer‘, ‚digitaler‘ und ‚klassischer‘, etcblabla medien staendig ueber den weg laeuft. was soll der unsinn? ploetzlich, eiderdaus, wollen die leute, leistung, ein ziel verfolgt wissen und das auch noch ressourcen schonend? vorbei die epoche, wo marketingbudgets ausschließlich in exklusiven werber-kunden-zirkeln in cane & champagne gefeuert wurden? dahin die aera als es nur ein ziel gab, das ziel verschwendung? adieu du schoene zeit, in der dezidiert gefordert wurde, ja nichts zu leisten!

vielleicht bin ich einfach zu jung, um die sinnhaftigkeit solcherart forderungen zu begreifen. 39.90. hach je.

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harper’s. großartig. fast ohne worte.

das harper’s magazine ist legendaer. zurecht. nicht nur fuer den index, sondern auch und insbesondere fuer deren wochenschau harper’s weekly (der einzige newsletter, den ich noch lese).

hier wieder eine harper-eigentuemliche geniale zusammenstellung zweier nachrichten:

In an attempt to reduce rampant bribery, staff at Kathmandu’s Tribhuvan airport were issued pants without pockets, and a study found that perceived signs of guilt in dogs are probably reactions to subtle cues from their owners. „The most guilty look,“ noted Barnard College assistant professor of psychology Alexandra Horowitz, „was when the owner scolded an innocent dog.“

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