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8things #2

potente pervertierungen.

derbe jokes, jovialitaeten, jackassing, internetstuff eben, ist es, was die comicfigur waldo in der letzten episode von blackmirror zum hype gemacht hat. der hype wird zur (a)politischen bewegung und ist damit ein schwank aus einer zukunft, die da daemmert. obwohl… candigato.

bitcoins. irgendwas zwischen blase, bust und blockbuster. der eine sagt, die dinger werden irgendwann 100k oder/und viel viel mehr wert sein, weil dem internet solch ein modul eben noch fehlt: eine funktionierende waehrung. der andere sagt: groeßtes schneeballsystem aller zeiten.  funktionierende waehrung ist letztlich das zauberwort. in wien sucht einer einen standort fuer einen bitcoin-ATM, waehrenddessen hat das FBI die groeßte menge an bitcoins auf dem markt in ihren lupenreinen pfoten, gleichzeitig kratzen mining-kollektive am lebensnotwendigen marktgleichgewicht. man wird sehen, faszinierendes phaenomen. nach wie vor.

fuer den dritten sind bitcoins das neue gold und ein anderer hat schon vor einer weile dogecoins als scherzwaehrung (die auch als solche gemeint war) an den start gebracht – und so wiederum ein spekulationsobjekt schraegstrich waehrungskonzept geschaffen.  dogecoins bringen auf jeden fall das gute im menschen heraus. oder so.

interessant ist die frage, was passiert, wenn eine cryptowaehrung rechenleistung konsequent als wert behandelt. wenn mining also das bereitstellen einer ressource darstellt. fold.it, seti, googles dezentrale serverstruktur usw. usf. waeren dann die coins nicht schmarrn wie gold, sondern hart wie lithium oder aluminium oder wasauchimmer?

fab.com hat als social network fuer gays angefangen, bevor dort im großen stil brutal ueberteuerter designkram vertickt wurde – und wrigley’s geschaeftsmodell drehte sich erst um waschmittel, dann um backpulver und erst dann um kaugummis.

business ist eben eine lucky punch. die beste investmentstrategie ist – reiner zufall. und das sind die bescheuertsten und bloedesten geschaeftsideen, die jemals auf ein blatt papier geschrieben wurden. ala amazon und dropbox usw.

telemarketer (gottseiddank!), makler und piloten haben schlechte aussichten. das sind bald alles roboter. gut schauts fuer personal trainer aus. dann prost. viel spaß mit blinky, wenn du den staubsauger nicht kaufst.

google hat nest nicht nurn gekauft, um uns nach belieben stromanzeigen vorzuspielen oder uns auf die richtige temperatur zu kuehlen, sondern vor allem, um apple wegzuwischen und ein großer im design und disrupten von consumer electronics zu werden.

prost

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8 things #1

was ich diese woche so gelesen habe und was so haengen geblieben ist.

irre zusammenhaenge und verrueckte wissenschaftler

das kapitel ueber geologie in bill brysons großartigen buch eine kleine geschichte von fast allem ist mal wieder ein schoener toast fuer wissensdemut, v.a. in der wissenschaft. wer weiß schon, was wir wirklich wissen. dort geht es um die theorie der plattentektonik und wie schwer sie es hatte, sich durchzusetzen. es dauerte ein jahrhundert, laenger sogar und der forschermainstream war eher gewillt an landbruecken, die sich ueber tausende von kilometern erstreckten zu glauben als an diese – von allerhand einleuchtenden fakten untermauerte – erklaerung zu glauben.

anders als x andere ansaetze, die das aufkommen und abebben von kriminalitaet erklaeren, ist die blei-theorie diejnige, die keine eindeutige schwachstelle hat. bisher.

essen ist zu einem vorgang verkommen, der entweder maßlos ueberschaetzt, unterschaetzt oder gefuerchtet wird. im wust der diaeten und food-innovations waere es vielleicht schlauer, beim einfachen zu bleiben.

wasser zum beispiel. obwohl ray’s eine 42-seitige wasserkarte hat, die der „wassersommelier“ martin ries zusammen geschustert hat.

die qual derwahl: wir  verlieren wohl und andere verdienen. wie bei adhs, das eher nie existierte, dafuer den verkauf von stimulanzien durch den himmel schießen ließ.

wenn leute angst haben und sich nicht gut fuehlen (duerfen), dann ist es nunmal leichter ihnen was zu verkaufen. zeigt auch das beispiel des yogausw-wear-herstellers lululemon, dessen boss glaubt, frauen, deren schenkel sich beruehren koennten ueberhaupt nicht arbeiten.

außer man isst popcorn, wenn man zugemuellt wird. dann wirken botschaften nicht

so wie diese, obwohl die unicef-kampagne großartig ist. max mustermann trifft beim dinner auf jesus, mutter theresa et al. und dann..

uebrigens ist der „normale“ und vor allem verhaeltnismaeßig stabile lifestyle der 60er historisch außergewoehnlich, wenn nicht einmalig. in  unschaerfe und unischerheit lebende teens heute z.b. haben mit denen, die im 19. jahrhundert lebten mehr gemein, auch was sprueche, wuensche und hoffnungen betrifft.

 

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