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How to move people –

Going through some old “2read” bookmarks I just found that piece and I guess I have to share it.Actually Doug Firebaugh’s article starts quite disappointing: the 4 secret I’s of social media marketing… aha, checkmark, well, another avalanche of bullshit and wannabe-buzz. Not. It actually is a must read in my opinion: http://socialmediablogster.com/?p=578

Because it’s not about why social media marketing is cool and hip, but rather that marketing in general is about moving people. Or to put it in another way: change behaviours.

The 4 I’s are:

  1. Inform
  2. Impact
  3. Invite
  4. Improve


Sounds like a grind on the surface, but especially 2 and 3 are interesting.
Impact. What is impact. Impact could be “a) HOPE of solving a problem, b) A HOW TO, c) NEW POSSIBILITIES for their life, e) LITTLE KNOWN INFORMATION but applicable and highly useful information, d) A DISCOVERY”.
Call it impact, call it relevance, call it inspiration.. it is a matter of fact that it has to matter. In whatever way. However what we have here matters to me because it plays with psychological patterns and what Doug wrote could serve as sort of a framework helping to frame and organize marketing messages.Invite. This is even more important as this so called social media marketing is too much of a hype that many people take it really serious I assume. However the concept is not rocket science nor trivial: marketing is and shall be part of social interactions full stop. and therefore Invite – at least to Doug Firebaugh – means “take it offline”. And I totally agree. Digital properly combined with the real life is even more effective than the German football team at WC 90.

That reminds  of a brilliant on-/offline combination I found recently: how to put a hyperlink on a beach.. Well, it works.

Moving people happens – active and passive

Doug’s concept reminded me of another idea why and how new habits, new behaviour emerges. Which is what has to happen when one wants to “move people”.
The point is that new habits only occur when passive and active interactions occur. First one has to generate interest, which is mainly a matter of messaging. But then the audience has to learn about that message, the new habit – this is an active role. The experience via trials follows the learning, but needs to be topped by (passive) reinforcement.
Social media marketing is exactly about that. Nudge people to talk about e.g. your product, then follow the conversation, take part, let them try your stuff… but always accompany your efforts by a strategic message. All this has to be organized in a certain pattern – otherwise one’s efforts soon will look very random.

Even though the 4 I’s are not as secret as the author might think, at least states, they still put some more or less common psychological knowledge into a easy-to-grasp pattern and might help us who tend to move people 😉

Cheers,
Florian

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mit dem ruecken zur wand der partei ins eigene bein geballert

bullshit

bullshit

unfassbar. mein erster gedanke nach der lektuere dieses debilen demenzgewitters. matthias güldner, seines zeichens fraktionsvorsitzender der bremer grünen, erfindet irrsinn neu und diskreditiert nicht nur sich selbst, sondern auch die partei in seinem artikel mit dem affigen titel „Zur unerträglichen Leichtigkeit des Internets“ massiv. eine beispiellose vergewaltigung der tastatur muss da stattgefunden haben. kostprobe?

Wer Ego-Shooter für Unterhaltung, Facebook für reales Leben, wer Twitter für reale Politik hält, scheint davon auszugehen, dass Gewalt keine Opfer in der Realwelt fordert.

mir ein raetsel, wie man soviel inkompetenz, ignoranz und ahnungslosigkeit in einen satz packen kann… beeindruckend. worum es in dem geschreibsel gehen kann wird jedem sofort klar sein, mueßig dagegen zu argumentieren, mueßig, den schmarrn naeher zusammenzufassen.

die reaktionen freilich sind eindeutig: parteiaustritt(e), andere bleiben schweren herzens, doch angefressen dabei. fuer viele ist die partei damit unwaehlbar und die  entsprechende facebook-gruppe zeigt einigermaßen ernstzunehmendes wachstum. die gruenen selbst distanzieren sich von derartigem gewaesch. knapp 2 std. nachdem der „artikel“ erschien, aeußerte man sich entsprechend.

wie kann es zu solch einer irren tirade kommen? wie kann es sein, dass ein franktionsvorsitzender einer partei, die schon als neue fdp gehandelt wurde, weil diese es nicht schafft, traditionelle kernthemen vernuenftig zu beackern und v.a. aufs blut zu verteidigen. wie kann es sein, dass ein fraktionsvorsitzender einer partei, die schon vor einem jahr mit einer kampagne gegen vorratsdatenspeicherung aktiv in die richtige richtung wurde? hat er das nicht mitbekommen? ist er dagegen, dass der staat sich zunehmend auf kosten der freiheit breit macht?

ist es nur der mammonsruf eines geschaeftsmanns? nun, gueldners beratervertrag mit save the children, uk, deren geschaeftsmodell kinderschutz (und damit auch webfilter) ist, ist nun hinlaenglich bekannt.

oder liegt die sache vielleicht etwas anders? geht es hier vielleicht vielmehr um (freilich voellig selbstzerstoererische) parteistrategie. man kann fast nur hoffen, dass gueldner sich als gehetzter sieht, mit dem ruecken zur wand zu einem brachialkonter ansetzen wollte, „themen besetzen“, die en vogue zu sein scheinen, wo die gruenen aber scheinbar ueber keine ordentliche positionierung verfuegen.

wie dem auch sei. gueldner hat mit diesem amoklauf, die gruenen nachhaltig? beschaedigt. er hat maßlos inkonsistenzen offengelegt. dass die gruenen fuer werte auf die straße gingen, nicht nur friedlich, nicht nur legal, all das scheint ein gueldner nicht mitbekommen zu haben, ihn scheint es auch nicht zu interessieren, interessiert ihn doch ganz offenbar nur wenig, fernab vom tor des monats.

ich bin enttaeuscht, dass die gruenen einen solchen nicht nur beheimaten, sondern in bremen auch noch aufs schild heben. ich bin ueberrascht von soviel inkompetenz. und jetzt bin ich raus.

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subtile bestechung

amazon kann in puncto integration von ugc sicherlich eiserne konsequenz und die vorreiterrolle zugesprochen werden. der einsatz von userbewertungen und -reviews wirkt als relevanzkatalysator und zudem ist der werbechannel empfehlungen staerker als chuck norris.

faszinierend ist auch die sneaky strategy, die amazon verfolgt, um negativen kommentaren vorzubeugen. wohl wissend, dass jeder allzu aktive versuche, meinungen zu beeinflussen oder zu kontrollieren ganz sicher im (pr) desaster enden wird, verfolgt amazon den weg des samurai.. okay, die jungs spielen eher die rolle des soufflierenden, lieben onkels.

eine story, die mir erst kuerzlich erzaehlt wurde geht so: eine kundin kauft bei .co.uk online ein buch und erhaelt nach leicht ueberdurchschnittlicher wartezeit irgendeines, aber nicht das bestellte produkt. erbost wird ein gepfefferter kommentar hinterlassen. nebenwirkung offener kommunikation. allerdings blieb es dabei nicht, nein, denn kurz darauf meldete sich der managing director (big head alarm) telefonisch, entschuldigte sich nicht nur, sondern erkundigte sich auch, ob man denn irgendetwas tun koenne, um diesen negativkommentar zu entfernen. letztendlich bekam die kundin das richtige buch zugesandt, alle kosten erstattet – und der kommentar verwandelte sich.

wenn dies ein beispiel fuer gelunge one-to-one kommunikation und grandioses crm auf individuellster ebene ist, dann geht das neueste amazon feature schon in richtung automatisierung dessen.

der werbeblogger wies darauf hin, dass amazon im rahmen seines vine programmes versucht, besonders aktive nutzer noch ein wenig mehr zu fordern und noch ein wenig mehr „mundpropaganda zu stimulieren“. demnach werden diese nutzer, die vine voices mit den von ihnen rezensierten produkten gratis versorgt.

letztendlich ein sehr kleverer und subtiler weg, negative aktivitaet zu vermeiden, denn diese negativlinge werden letztendlich dann noch mit dem schrott  bestraft, den sie da gerade verrissen haben.

als phaenomen finde ich die angelegenheit grandios, allerdings bedarf es wieder aufklaerung und wissen um die mechanismen hinter all diesen mechanismen. ansonsten enden die tribes schnell als schafherden.

yallah

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jag und treib den hund

der guardian analysiert heute die pressepolitik und -vorgaenge des, wohl vergangenen, russland-georgien konflikts. danke fuer den hinweis. berechtigt ist die frage, ob der artikel selbst nicht teil der guardian pr ist und versucht, versaeumnisse in puncto qualitaetsjournalismus und pr-unabhaengiger berichterstattung zurecht zu zimmern. trotzdem eine spannende analyse. und ein thema, das mich wieder an den grandiosen film wag the dog erinnert.

schon die ueberschrift bestaetigt mich in meinen leisen vermutungen: georgien hat, wohl nicht zuletzt mangels alternativen, seine aktivitaeten vornehmlich auf eine front konzentriert und das sehr effektiv; deswegen guardians peter wilby: „georgia has won the pr war“.

georgien hat in dieser hinsicht eine grandiose leistung vollbracht. grandios meine ich hier rein technisch und nicht bewertend… was insbesondere in zeiten des krieges zu einer endlosen debatte fuehren wuerde.
dennoch: von der dramaturgischen meisterleisung dramatischen stellungnahme zu beginn ueber stuendliche pressemitteilung bis hin zur kathartischen flucht aus dem bombenhagel wirkte all dies doch oft sehr inszeniert.

und all dies funktionierte ganz offenbar sehr gut, die internationale „gemeinschaft“ ist sich in ihrer meinung einig, russland ist aggressor und georgien gefaellt sich in seiner davids-rolle – wenngleich auch ohne schleuder und entsprechend erfolglos. so wie die hilfe der natofreunde eben zahnlos gewesen ist und bleiben wird.

spannend: Saakashvili (jubel ob dieser namen und der schreibweisenkonfusion) ist inhaber der pr-agentur aspect consulting, die hochkaraeter wie exxon (die hilfe brauchen, haha) oder kellog’s beraten.

cheers

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